Über Ler.CHE

LER.CHE [ˈlɛʁçə] ist ein rumänisch geerdetes Jazzquartett aus Bonn. Im Mittelpunkt steht die Stimme der Sängerin Astatine, die Geschichten aus ihrer Heimat Rumänien in die Gegenwart holt. Gemeinsam mit Musiker aus Mazedonien und Deutschland verwandelt sie Volkslieder, eigene Kompositionen und Jazz in kleine musikalische Filme – mal leise und nah, mal wild und treibend.

Die Songs sind auf Rumänisch, aber man muss kein Wort verstehen, um mitzugehen: Rhythmen aus dem Balkan, Anklänge an lateinamerikanische Grooves und improvisierte Klangräume lassen Bilder von Dörfern, Städten und inneren Landschaften entstehen. LER.CHE schlägt Brücken zwischen Generationen und Kulturen – Großeltern erkennen vielleicht eine Melodie wieder, jüngere Menschen hören eine neue, globale Version davon. Es ist Musik für alle, die neugierig sind auf Geschichten aus anderen Welten, erzählt in der Sprache des Jazz.

Die vier Musiker bringen langjährige internationale Erfahrung mit – aus Jazzclubs, Festivals und interkulturellen Projekten. Konzerte für das Kulturamt Bonn, die Deutsche Welle, die rumänischen Konsulate in Bonn und Luxemburg sowie das visuelle Konzert „See the Sound“ in Kooperation mit Kinopolis im Rahmen des Kulturfestivals Bad Godesberg zeigen, wie flexibel LER.CHE auf verschiedene Bühnen reagieren kann: vom intimen Konzertformat bis zur multisensorischen Kino‑Bühne.

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Aus unserem Album "LUME"

Presse

“[über] LER.CHE feat. Astatine in Kinopolis: Klangkino in Echtzeit, wenn Musik zum Film wird und jede Note ein Bild erzählt. Kein Wunder, das die visuelle Konzert-Premiere […] auf Begeisterung stieß. Es war großartig!" - General Anzeiger, Bonn

“Balkan‑Jazz voller Emotionen.” - Bonner Rundschau

Die eigentliche stimmliche Stärke von Astatine besteht darin, den Songs einen Sinn für den Stil der Epoche zu geben, und das tut sie mühelos.”
- 3SongsBonn 

“Astatine's Stimme moduliert alle Nuancen der Sehnsucht, der Traurigkeit und den Qualen der Liebe.” - Ebba Hagenberg-Miliu für GA, Bonn

BIO

Die Geschichte von LER.CHE beginnt mit einem Lied: „Lostritza“ – Astatines erste eigene Komposition, inspiriert von rumänischen Nymphenlegenden und ihrer klassischen Gesangsausbildung. Für dieses Stück entwickelte der Pianist und Arrangeur Norman Peplow ein Arrangement, das zum ersten Mal eindeutig zeigte, wie stark rumänische Folklore und moderner Jazz miteinander sprechen können. Aus diesem einen Lied wurde eine Richtung – und schließlich eine Band.

In den Jahren davor hatte Astatine nach ihrem Umzug von Rumänien nach Deutschland bereits amerikanische Jazzstandards gesungen, Swingprogramme entwickelt und in Projekten wie „Bukarest Bohème“ gemeinsam mit Musikern aus Belgien und Ungarn die Volks‑ und Zigeunermusik ihrer Heimat neu entdeckt. Die Frage, wie sich all diese Welten verbinden lassen – die Lieder der Großeltern, die Freiheit des Jazz, das Leben in Bonn – führte Schritt für Schritt zu LER.CHE.

Mit Norman Peplow, Martin Gjakonovski und Thomas Esch fanden sich drei Musiker, die diese Idee teilen: Musik als offenes Gespräch zwischen Kulturen. Aus ersten Konzerten in Bonn und NRW wurden Einladungen von Kulturämtern, Medien und Konsulaten. 2025 realisierte die Band gemeinsam mit Kinopolis das visuelle Konzert „Klangkino in Echtzeit" im Rahmen des Kulturfestivals Bad Godesberg – ein Abend, an dem rumänische Folklore, lateinamerikanische Rhythmen und eigens geschaffene Visuals ein multisensorisches Bild von LER.CHE zeichneten.

Heute ist LER.CHE ein lebendiges Projekt, das sich weiterentwickelt: neue Kompositionen, neue Kollaborationen, Konzerte zwischen Hauskonzert und Festivalbühne. Die Grundidee bleibt dabei dieselbe: Aus einer sehr persönlichen, rumänischen Geschichte eine Musik zu formen, in der sich auch andere wiederfinden können – unabhängig von Sprache, Herkunft oder Generation.

Line-up

Ana Maria Leistikow (Astatine) — Vokal

Herkunft: Rumänien

Ana Maria Leistikow absolvierte ihr Gesangsstudium an der Musikschule in Brăila, Rumänien, mit klassischer Ausbildung als Koloratursopran und verfügt über mehr als 20 Jahre Bühnenerfahrung. Sie kooperierte u.a. mit Tcha Limberger, Marcus Schinkel und dem WDR-Preisträger Nicolas Simion. Seit 2014 leitet sie in Bonn die eigene Hauskonzert-Reihe „Jazz für Ohr und Gaumen". Ihre Stimme – beschrieben als eine, die „alle Nuancen der Sehnsucht, der Traurigkeit und den Qualen der Liebe moduliert" – ist die menschliche Brücke zwischen Ost und West.

Norman Peplow — Klavier & Arrangement

Herkunft: Deutschland

Norman Peplow schloss sein Jazz-Klavierstudium am Konservatorium Enschede/NL ab und erwarb einen Master in Jazz-Komposition an der Musikhochschule Köln. Masterclasses absolvierte er u.a. bei Jim McNeely, Pedro Giraudi und Silvia Droste. Er arbeitete mit den Klazz Brothers, Miguel „Angá" Díaz, der Orquesta Guayacán sowie dem Sinfonieorchester Bursa (Türkei) – ein Musiker mit tiefer Verwurzelung in Latein- und Weltmusik. Als Arrangeur und Komponist ist er der architektonische Kern von LER.CHE; seine Faszination für rumänische Musik entstand beim Arrangieren von Astatines erster eigener Komposition „Lostritza".
 

Martin Gjakonovski — Kontrabass

Herkunft: Mazedonien

Martin Gjakonovski gilt als einer der profiliertesten Jazzbassisten Europas. Nach seinem Kontrabass-Studium an der Musikhochschule Köln arbeitete er mit Größen wie Paul Kuhn, Lynne Arriale, Olivia Trummer, Bojan Z, Omer Klein sowie der Frankfurt Jazz Big Band. Er war Gast auf bedeutenden europäischen Festivals in Zagreb, Brüssel, Bilbao, Krakau und Leverkusen und hat über 80 Einspielungen bei Jazz- und World-Music-Labels veröffentlicht. Seine mazedonischen Wurzeln bringen eine weitere osteuropäische Klangebene in das Ensemble.
 

Thomas Esch — Schlagzeug & Percussion

Herkunft: Deutschland

Thomas Esch gewann bereits als Jugendlicher den 1. Preis bei Jugend musiziert (Schlagzeug Solo) sowie den bundesweiten Jupiter Wind Cup und den WDR Jazzpreis mit der BigBand Brühl. Er studierte Jazz-Drums und Percussion an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Konzertreisen führten ihn nach China, Tunesien, Polen, Frankreich, Italien und Österreich; er spielte mit Matt Brewer, Stefano Battaglia, Kris Bowers und Bruno Müller. Als Rhythmusfundament verbindet er Jazzgroove mit Balkan- und Percussionselementen, die dem LER.CHE-Sound seine treibende, weltmusikalische Energie geben.

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